Der Rhythmus wird von einem Schlagzeug bekannter Bauart erzeugt. Interessant hierbei ist, dass der Schlagzeugspieler die Trommeln zum Teil mit ungeheuerlicher Kraft und Rohheit bearbeitet hat. Es muss sich bei dieser Person um einen starken Mann, höchstwahrscheinlich einen Handwerker gehandelt haben. Die Brutalität der Spielweise muss beim Schlagzeuger krampfhafte bis spastische, auf jeden Fall furchterregende Verzerrungen des Gesichtausdrucks verursacht haben. Eine eigenartige Dämpfung der Schallwellen lässt sich nur dadurch erklären, dass das Medium um das Schlagzeug nicht aus reiner Luft bestand, sondern mit anderen Gasen, möglicherweise biologischen Ursprungs vermischt war.
Die Bassgitarre, ihr Klang und ihre Spielweise veranlasste uns zu weiteren Spekulationen. Der Klang des Basses schließt aus, dass es sich um ein Instrument einer gängigen Instrumentenbauerfirma handelt. Wahrscheinlich war der Spieler aus monetären Gründen gezwungen, das Instrument selbst zu bauen oder von einem Bekannten bauen zu lassen. Die Qualifikation des Erbauers lässt höchstens auf einen Schalungszimmerer schließen. Die Spielart zeigt eindeutig, dass der Musiker älteren Jahrgangs sein muss. Wir nehmen daher an, dass er gestützt werden musste oder im Sitzen musizierte.
Der Gesang, soweit man diese oral erzeugten Geräusche Gesang nennen kann, brachte uns vorerst an den Rande der Verzweiflung. Helfen konnte schlussendlich nur das Einschalten eines Sprachwissenschaftlers, der das Geschrei wirklich als Sprache einstufte. Es muss sich um eine alemannischen Sprachuntergruppe handeln, die höchstens in wenigen Dörfern im äußersten Süden des bayrischen Allgäus gesprochen wird. Die Verwurzlung in dieser Sprache und die teilweise entschlüsselten Inhalte der Texte, zwingt uns die Vermutung auf, dass es sich um ein Mitglied eines eher primitiven Bergvolkes handelt. Wie an vielen anderen Urvölkern gezeigt werden kann, benutzen solche Menschen oft Musik um ihre Stimmungen zum Ausdruck zu bringen.
Da auf keinem der Lieder Ziehharmonika und Posaune gleichzeitig gespielt wurden, glauben wir dass diese Instrumente von ein und derselben Person gespielt wurden. Bei der Ziehharmonika handelt es sich eindeutig um ein chromatisches Instrument, das mit einem hochkomplexen Tonabnahmemechanismus versehen ist, welches erstaunliche Effekte wie Feedbacks präzise erzeugen kann. Über die Virtuosität des Musikers bestehen keine Zweifel. Auch an der Posaune zeigt er sich dermaßen kreativ, dass wir vermuten der Musiker hat sich immer wieder mit einem gezielten und wohldosierten Einsatz von Alkohol oder ähnlichem in einen Zustand absoluter Konzentration und Hingabe versetzt und war so in der Lage mit seinen Instrumenten die Grenzen des Möglichen zu verschieben.
Beim Gitarristen stoßen wir auf ein weiteres erstaunliches Phänomen. Während er die elektrischen Gitarren mit einer absoluten Perfektion beherrscht, versagt er am akustischen Instrument ganz offensichtlich. Das liegt eventuell daran, dass es sich beim akustischen Instrument um ein sonderbares Exemplar mit nachweislich elf Seiten handelt. Eine andere Theorie wäre, dass es sich um zwei Gitarristen handelt, davon gehen wir aber im Moment nicht aus. |